Eintritt

Soll man Eintritt für eine Lesung nehmen?

Die Antwort ist scheinbar klar. Was nichts kostet, ist auch nichts, sagt man. Ein Kinobesuch kostet auch für Kinder mindestens fünf Euro, warum sollte eine Autorenlesung, in der ein Autor nicht nur auf dem Screen zu sehen, sondern live vor Ort ist, billiger sein?

Andererseits ist es schwer, mit dem Kino zu konkurrieren. Zu einer Autorenlesung kommen in der Regel ohnehin weniger Leute als zu bekannten Filmen. Und dann auch noch Eintritt nehmen?

Trotzdem ist die Erfahrung mit Eintritt nicht immer schlecht. Eine Buchhandlung, die einen Vorverkauf von Eintrittskarten macht, kann die Kunden gezielt ansprechen, und es kann mehr dabei herauskommen als eine sehr unverbindliche Zusage. (Vielleicht mit einem kleinen Anreiz wie Vorverkauf 5 Euro, Tageskasse 7 Euro?) Denn wer eine Eintrittskarte gekauft hat, kommt dann auch.

Sogar in einer öffentlichen Bücherei, die bislang noch nie Eintritt für Veranstaltungen verlangt hat, wäre denkbar, mit einem sehr geringen Eintrittspreis (z.B. Vorverkauf 2 Euro, Tageskasse 3 Euro) verbindliche Anmeldungen zu generieren. Zwei Euro – das ist wenig mehr als der Euro, den manche Bücherei für das Reservieren von Büchern nimmt.

Probieren Sie es aus! Vielleicht kommen tatsächlich nicht weniger, sondern mehr Besucher zu einer Autorenlesung, wenn sie Eintritt kostet.

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