Finanzierung von Autorenlesungen in Schulen

Eine Autorenlesung an die Schule zu holen, muss nicht am Geld scheitern – es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Kosten zu stemmen. Zunächst lohnt sich der Blick auf öffentliche Förderprogramme: Viele Bundesländer haben eigene Töpfe für Leseförderung, Literaturvermittlung oder kulturelle Bildung. Über Kultur- oder Bildungsministerien kann man Förderungen beantragen, manchmal auch direkt über das zuständige Kulturamt der Stadt oder des Landkreises. Bekannte Programme sind zum Beispiel „Kultur macht stark“ (Bundesministerium für Bildung und Forschung), wo Schulen gemeinsam mit außerschulischen Partnern Projekte einreichen können. Eine wichige Adresse ist der Friedrich-Bödecker-Kreis mit seinen verschiedenen Landesverbänden.

Auf kommunaler Ebene gibt es häufig kleine Zuschüsse, etwa über Stadtbibliotheken, Kulturreferate oder lokale Bildungsfonds. Schulen sollten außerdem ihre eigenen Ressourcen prüfen: Manchmal lassen sich Lesungen über Budgets für kulturelle Bildung, Medienbildung oder Ganztagsangebote finanzieren. Auch Fördervereine sind eine wichtige Stütze – sie können Spenden einwerben oder kleinere Beträge beisteuern, wenn öffentliche Gelder nicht reichen.

Darüber hinaus gibt es Stiftungen und Sponsoren, die sich speziell im Bereich Lesen engagieren: Sparkassen- und Bürgerstiftungen, Rotary- oder Lions-Clubs, aber auch lokale Buchhandlungen oder Verlage sind mögliche Unterstützer. Oft lohnt es sich, im Umfeld nachzufragen – manchmal übernehmen Unternehmen aus der Region Fahrt- oder Honorarkosten, wenn sie das Projekt sinnvoll finden.

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Eintritt

Soll man Eintritt für eine Lesung nehmen?

Die Antwort ist scheinbar klar. Was nichts kostet, ist auch nichts, sagt man. Ein Kinobesuch kostet auch für Kinder mindestens fünf Euro, warum sollte eine Autorenlesung, in der ein Autor nicht nur auf dem Screen zu sehen, sondern live vor Ort ist, billiger sein?

Andererseits ist es schwer, mit dem Kino zu konkurrieren. Zu einer Autorenlesung kommen in der Regel ohnehin weniger Leute als zu bekannten Filmen. Und dann auch noch Eintritt nehmen?

Trotzdem ist die Erfahrung mit Eintritt nicht immer schlecht. Eine Buchhandlung, die einen Vorverkauf von Eintrittskarten macht, kann die Kunden gezielt ansprechen, und es kann mehr dabei herauskommen als eine sehr unverbindliche Zusage. (Vielleicht mit einem kleinen Anreiz wie Vorverkauf 5 Euro, Tageskasse 7 Euro?) Denn wer eine Eintrittskarte gekauft hat, kommt dann auch.

Sogar in einer öffentlichen Bücherei, die bislang noch nie Eintritt für Veranstaltungen verlangt hat, wäre denkbar, mit einem sehr geringen Eintrittspreis (z.B. Vorverkauf 2 Euro, Tageskasse 3 Euro) verbindliche Anmeldungen zu generieren. Zwei Euro – das ist wenig mehr als der Euro, den manche Bücherei für das Reservieren von Büchern nimmt.

Probieren Sie es aus! Vielleicht kommen tatsächlich nicht weniger, sondern mehr Besucher zu einer Autorenlesung, wenn sie Eintritt kostet.

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Autorenlesungen trotz Corona?

Wenn die ärgsten Beschränkungen aufgehoben sind, gibt es durchaus Möglichkeiten für eine Autorenbegegnung in der Schule. Zum Beispiel:

  • Autorenbegegnung in Kleingruppen: statt einer Veranstaltung à 60 Minuten (Grundschule) bis 90 Minuten (weiterführende Schule) vier Veranstaltungen à 20 Minuten. Eventuell auch geeignet als Abschlussveranstaltung für das 4. Schuljahr.
  • Autorenbegegnung in einem großen Raum (z.B. Turnhalle). Die Kinder sitzen unter Einhaltung des erforderlichen Abstands in der Turnhalle. Eventuell ist ein Mikrofon erforderlich, am besten schnurlos oder Headset. Auch diese Veranstaltung kann eine schöne Abschlussveranstaltung für das 4. Schuljahr sein.

Außerdem gibt es digitale Ersatzformate. Natürlich sind sie ein Notbehelf und können eine echte Autorenbegegnung nicht ersetzen. Aber es entwickeln sich doch reizvolle Experimente, wie die Autorenlesung oder Schreibwerkstatt am Telefon.

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Missverständnis

„Wie haben Sie das gemeint?“ – in Rahmen einer Autorenlesung besteht die Möglichkeit, den Autor selbst zu fragen. Verständnis kann erweitert, Missverständnisse können vermieden werden. Ein Autor, der seine Arbeit reflektiert, wird aber auch deutlich machen: Er ist nicht der maßgebliche Interpret seines eigenen Werkes.

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Flyerwerbung

Flyer sind auch heute noch eine der wirkungsvollsten Werbemethoden.

Natürlich müssen die Flyer ansprechend und zum Thema passend gestaltet sein. Widerstehen Sie der Versuchung Flyer selbst zu gestalten und lassen Sie diese lieber von einem Profi erstellen. Das kostet im ersten Moment zwar mehr, aber wird sich im Nachhinein sicher in höheren Teilnehmerzahlen niederschlagen und auszahlen.

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Werbung im Internet?

Heute ist die Nutzung des Internets schon für sechsjährige fast schon zur Normalität geworden. Viele von ihnen besitzen ein Smartphone, manche sogar zusätzlich ein Tablet. Daher stellt sich sogar bei einer Autorenlesung für Kinder die Frage nach Werbung im Internet.

Wo macht Internetwerbung Sinn? Natürlich dort, wo sich die Kinder am meisten aufhalten. Fragen Sie beispielsweise, ob es eine Möglichkeit gibt bei entsprechenden Lernplattformen für Kinder auch Werbung zu schalten. Und natürlich dürfen Sie die Eltern der Kinder nicht vergessen. Auch da wo sich die Eltern viel im Internet bewegen müssen Sie entsprechende Werbung schalten. Sollte es allerdings keine Möglichkeiten geben um entsprechende Werbung für die Lesung zu platzieren, so müssen Sie sich fragen, ob Internetwerbung für Ihre Autorenlesung vielleicht das falsche Medium ist.

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Preisbindung

Häufig ist es Autoren laut Verlagsvertrag verboten, beim Verlag mit Rabatt erworbene Bücher weiter zu verkaufen.

Was heißt das für den Verkauf bei Lesungen? Es gibt keine gesetzliche Vorschrift, die den Verkauf durch den Autor verbietet. Der Autor sollte sich, wenn im Vertrag anderes steht und er auf der sicheren Seite sein möchte, an den Verlag wenden. Meistens wird der nichts gegen den Verkauf im diesem Rahmen haben und wird ihn genehmigen.

Unbedingt ist aber die Preisbindung einzuhalten – es darf also nur der vom Verlag festgesetzte Ladenpreis verlangt werden.

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Die richtige Planung

Um eine Autorenvorlesung richtig zu planen braucht es natürlich etwas Zeit. Nun ist eine pauschale Aussage schwierig zu treffen, da jede Veranstaltung individuell und anders ist. Gerade wenn man eine Autorenvorlesung in einer Schule plant muss man als Veranstalter etwas anders an die Planung herangehen, als bei einer Vorlesung, die ausschließlich für Erwachsene gedacht ist.

Sie müssen sich als erstes fragen wann die Autorenvorlesung stattfinden soll. Abhängig vom Alter der teilnehmenden Kinder sollte diese selbstverständlich nicht zu spät am Abend beginnen und enden. Dann müssen Sie sich auch noch über die entsprechenden Werbemaßnahmen, die geeigneten Räumlichkeiten, die zu verwendende Technik, die Bestuhlung und noch einiges mehr Gedanken machen.

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